Moderation

Definition Moderation

Moderation ist eine Führungstechnik.

Was professionelle Gruppen-Moderation auszeichnet.
Die Moderationsmethode wurde Anfang der 70er Jahre im Quickborner Team massgeblich von den Brüdern Eberhard und Wolfgang Schnelle als Methode der praktischen Gruppen-Kommunikation in Planungsprozessen (erste Anwendungen unter Staatssekretär Horst Ehmke im Bundeskanzleramt unter Willy Brandt ) entwickelt. Ausgeformt wurde diese Erfindung dann durch die Folgeorganisationen: Metaplan, ComTeam, Congena, Moderation.de, Moderationstrainings.de und Einzelberater.

Grundlage der professionellen Gruppen-Moderation ist dabei die soziologische Erkenntnis, dass ich in einer Gruppe von meinesgleichen meine Einstellungen und Verhaltensweisen eher ändere als etwa durch dialogische Verkaufs-Rhetorik. Auch geht es ganz entscheidend um das „Voneinander Lernen“. Folgerichtig lauteten die ersten Moderations-Trainings von Metaplan in den 70er Jahren „Interaktionelles Lernen“ und „Entscheider Training“.

Durch die Verbreitung der Methode in den letzten fast schon dreissig Jahren wurde sie natürlich – und auch richtigerweise – von ihren vielen Anwendern variiert, neu gesehen und leider zu häufig auch verwässert. Da kommt es dann auf die Vielfalt der Kartenfarben und –formen mehr an als auf die zielgerichtete Formulierung interaktionsauslösender Fragen. Und viele Moderatoren aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie und Soziologie erfanden schliesslich die Mär vom „neutralen Moderator“; gerade so, als ob ein Moderator keinen Auftrag (und sei es ein selbstgestellter) hätte oder der meinungslose Nadelpinner der Gruppe sei. Daher dann auch bezeichnenderweise Trainings-Ausschreibungen als „Pinnwand-Methode“. (Letzteres z.T. gefördert durch Hardware-Hersteller der Tafeln, die Philosophie und Kraft der Moderations-Methode nicht verstanden oder verstehen wollten......). Durch eine solche Einschätzung und Haltung wird in einer gegebenen Moderations-Situation Fruchtbarkeit verschenkt! Diese unfruchtbare Haltung ist aber erklärlich – weil viele „Moderatoren“ sich aus Angst vor den Inhalten rein hinter ihrer dann auch noch häufig schwachen „Prozess-Aufgabe“ verschanzen. Eine gute Führungskraft dagegen kann die eigene Gruppe zum vorüberlegten Ziel moderieren, ohne dabei an Engagement und Beteiligung bei den eigenen Leuten einzubüssen. Dafür bedarf es aber einer vorüberlegten Gesprächs-Dramaturgie!

  • Moderation ist eine Nötigung! Nötigung nämlich der Teilnehmer, sich gefälligst präzise auf einer Karte auszudrücken.
  • Moderation ist eine Provokation! Provokation nämlich durch die gut vorüberlegten Fragen des/r Moderators/in, die Interaktionen zwischen den Teilnehmern auslösen.
  • Moderation deckt Diskrepanzen auf! Wenn nämlich alle Äusserungen der Teilnehmer simultan und präzise an der Moderationswand vor aller Augen dokumentiert werden (können), gibt es keine Wiederholungen von bereits Gesagtem und jeder kann den Stand des Diskurses abnicken; spannend wird es dann, wenn „Blitze“ gesetzt werden als Zeichen unterschiedlicher Meinung eines oder mehrerer Teilnehmer. Wer die meisten Blitze schleudert, ist der/die beste Diskussionsteilnehmer/in: So wird das Gespräch nämlich auf die Diskrepanzen focussiert – und da ist es dann spannend. Bezeichnenderweise kennen aber viele, die sich als Moderatoren oder gar Moderationstrainer bezeichnen, diese schon für die Erfinder der Methode elementare „Blitz-Regel“ überhaupt nicht – und schleppen statt dessen ganze Kataloge anderer „Moderations-Regeln“ an, die unfruchtbar sind.
  • Professionelle Moderation leitet Handeln ein! Natürlich müssen nicht immer Aktivitäten-Listen am Ende einer Moderation stehen, es können auch Orientierungen und selbst blosse Reflektion über das Erlebte weiterhelfen; aber Moderation sollte nicht folgenlos für das weitere praktische Handeln bleiben.

 

Es kommt dabei entscheidend auf die nur zwei Regeln (30 Sekunden pro Argument und die Blitz-Regel) und fünf Tipps:

  1. aussagekräftige Antworten formulieren – keine Schlagworte zulassen
  2. Argumente in maximal sieben Worten formulieren
  3. bei der Ordnung der Karten muss jede Karte in einem Cluster Überschrift für alle anderen Karten sein können
  4. eine Moderations-Frage sollte man 7 mal umformulieren bevor sie richtig „sitzt“
  5. die vorüberlegte Moderations-Dramaturgie von hinten nach vorne entwickeln)

an.

Das geschickte Ausbreiten der Karten hat man nach einer ersten selbst-erlebten Moderation intus. Auch die nur drei Farben (orange, gelb, grün) und vier Formen (Streifen, Rechteck, Oval, Scheibe) haben jeweils eine hilfreiche Form und Symbolik – Schlichtheit ist hier das hilfreiche Gestaltungsmittel, nicht bunte Beliebigkeit.

  • Dipl.-Volksw. Ulrich Martin Drescher
Nächste Termine "Moderation"
Moderation Basistraining: Effiziente Besprechungen ? bessere Ergebnisse! - Seminar in Frankfurt a. M.

Veranstalter: Haufe Akademie GmbH & Co. KG

Moderation-Premiumexperten
Foto Isabel García Isabel García
Sessel Records & Books
Foto lic. oec. HSG Daniel Schmidlin Daniel Schmidlin
SGMI Management Institut St. Gallen
Foto Reiner Beutelschieß Reiner Beutelschieß
H&P Consulting GmbH
Foto Dipl.-Betriebsw. (FH) Ulrike Knauer Ulrike Knauer
ulrike knauer
Foto Dipl.-Ing. oec. Siegfried Köhler Siegfried Köhler
Köhler Gruppenmanagement
Foto Bernd Zipper Bernd Zipper
ZIPCON Consulting GmbH
Foto Ilona Gross Ilona Gross
IlonaGross Executive Partner GmbH
Foto Christoph Schlachte, (Coach DBVC) Christoph Schlachte
CS Seminare
Moderation-Premium-Unternehmen
Logo ITOREX I..

ITOREX Institut

Deutschland - 72770 Reutlingen
  Ihr Nutzen: Vermeidung von Image-Schaden Unterstützu..
Logo TMG Tech..

TMG Technologie Management Gruppe Markt und Innovation GmbH

Deutschland - 76227 Karlsruhe
Das historische Kernarbeitsgebiet der Technologie Management Gruppe (TMG) in Karlsruhe is..
Logo Haufe Ak..

Haufe Akademie GmbH & Co. KG

Deutschland - 79115 Freiburg
Die Haufe Akademie ist als ein führender Anbieter von offenen Seminaren, Schulungen,..
Logo Dr. Krau..

Dr. Kraus & Partner

Deutschland - 76646 Bruchsal
Mit Bauch und Verstand Zu einer erfolgreichen Beratungsgesellschaft gehört meh..
Empfohlene Veröffentlichungen "Moderation"
Cover Beratungsmoderation - Organisationale Beratung und professionelle Moderation zugleich
Beratungsmoderation - Organisationale Beratung und professionelle Moderation zugleich
Projektbeispiel: "Massiven Stellenabbau gemeinsam gestalten"

Beratungsmoderation – zugleich organisational beraten und professionell moderieren   Nicht das Verhalten ändern   – sondern gemeinsam die Verhältnisse   Projekt-Beispiel:...

Cover Prozesskompetenz in der Projektarbeit
Prozesskompetenz in der Projektarbeit
Ein Handbuch mit vielen Praxisbeispielen für Projektleiter, Prozessbegleiter und Berater

Cover Moderation und Kommunikation
Moderation und Kommunikation
Gruppendynamik und Konfliktmanagement in moderierten Gruppen

Gruppengespräche, Meetings, Workshops, Besprechungen bedürfen in aller Regel eines Moderators. Dieser ist als Gesprächsleiter einerseits Spezialist für die Moderationstechnik und andererseits für den Kommunikationsprozess. Das vorliegende...

Kompetenzübersicht

edulab bietet seit der Unternehmensgründung 2003 Moderationstrainings zu Moderationstechniken und hilfen im Umgang mit den zu Moderierenden an. Moderationskurse sind als offene Seminare und modular auf die Kundenanforderungen abgestimmt als Inhouse-Seminare buchbar. Videofeedback ist Seminarbestandteil, optional steht das Dozentenduo emotional und rational zur Verfügung. Thorsten Frank ist zum Thema seit 1998 aktiv.
Dipl.-Geogr. Thorsten Frank

Moderation von Strategie-Workshops mit oberster Führungsebene. Dabei Beachtung der methodischen Vorgehensweise in Anlehung an die engpass-konzentrierte Strategie.
Dr. Hans-Heinrich Reinhardt

Moderation von Workshops.
Dipl.-Inform. (FH) Karin Zorn

Moderation von Kleingruppen (bis 5 TN), Meetings (bis 10 TN), Workshops (bis 20 TN), Klausuren und Tagungen (ab 25 TN), Großgruppen (ab 50 TN)
Ines Friedrich

Seite weiterempfehlen Schließen

Informieren Sie Bekannte über interessante brainGuide Seiten!

1) Pflichtfeld